Konservative Therapie der Harninkontinenz
- Miktionstraining
Es wird versucht, den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Toilettengängen nach und nach zu verlängern, bis ein Intervall von 90 bis 120 Minuten erreicht wird.
- Beckenbodentraining
Mit einer speziellen Krankengymnastik wird der geschwächte Beckenboden trainiert und so gestärkt.
- Medikamente
Besonders in den Wechseljahren oder danach kann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein. Diese kann häufig lokal in der Scheide durchgeführt werden.
- Pessare
Pessare – meist ein Ring oder Würfel aus Gummi, der ähnlich einem Tampon in die Scheide eingelegt wird – dienen der äußeren Stützung und verhindern so den unwillkürlichen Urinverlust.
Operative Therapie der Harninkontinenz
- Abdominale Kolposuspension (Scheidenaufhängung) nach BURCH
Durch dieses Verfahren wird die Harnröhre wie in einer Hängematte im hinteren kleinen Becken aufgehängt und dadurch ein funktionell gutes Ergebnis erreicht; Erfolgsergebnisse schwanken zwischen 80 und 90 Prozent, die Langzeitergebnisse unterscheiden sich nur unwesentlich.
- Schlingenoperationen (TOT) Transobturatorisches Band
Am häufigsten erfolgt die Einlage eines sogenannten Bändchens durch die Scheide.
Operative Therapie bei Senkungsbeschwerden
- Vaginale oder abdominale Entfernung der Gebärmutter
Insbesondere bei Senkungsbeschwerden und Totalprolaps kann eine Entfernung der Gebärmutter notwendig werden. Dies ist häufig durch die Scheide möglich, selten muss ein Bauchschnitt erfolgen.
- Vordere und hintere Scheidenplastik
Hierbei wird die Scheidenhaut gerafft, sodass eine Narbenplatte entsteht. Die vorfallende Blase oder der Darm wird so stabilisiert. Einlage von Kunststoffnetzen zur Behandlung der Senkung der Scheide.
- Scheidenstumpffixierung
Nach Entfernung der Gebärmutter kann es zum Vorfall der Scheide kommen. Sie wird dann an Bändern im kleinen Becken wieder fixiert.













