Valeoverbund
Urogynäkologie

(Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden)

Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden sind bei uns kein Tabuthema!

Deutschlandweit leiden zirka vier bis fünf Millionen Frauen an einer Harninkontinenz oder Senkungsbeschwerden, und in vielen Fällen bedeutet das eine erhebliche Einschränkung der Beweglichkeit und Lebensqualität, bis hin zur gesellschaftlichen Isolation. Wir möchten Ihnen hiermit Mut machen, über Ihre Beschwerden mit Ihrem Frauenarzt oder mit uns zu sprechen. Die Probleme kann man in den meisten Fällen lindern oder heilen! Die Frauenklinik am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt bietet ein großes Spektrum an modernen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren für Senkungsbeschwerden und Harninkontinenz an.

In unserer urogynäkologischen Sprechstunde werden Sie gezielt nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird nach Abschluss aller Untersuchungen mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet.

Wir freuen uns darauf, Sie im Rahmen unserer Sprechstunde kennenzulernen. Für die Terminvereinbarung bitte hier anklicken.


Harninkontinenz

Was heißt eigentlich Harninkontinenz?

Harninkontinenz nennt man die fehlende oder mangelnde Fähigkeit, den Blaseninhalt sicher zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll. Es werden verschiedene Formen unterschieden, von denen hier nur die Wichtigsten aufgeführt sind:

Formen

  • Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz handelt es sich um unwillkürlichen Urinverlust bei Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Aktivität. Der Urin geht meist in Spritzern verloren, da der Schließmechanismus der Harnröhre geschädigt ist. Die Ursache ist häufig eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, die durch Schwangerschaft und Geburt oder durch hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hervorgerufen werden kann.

  • Dranginkontinenz

Unter Dranginkontinenz versteht man einen ununterdrückbaren, überfallartig auftretenden Harndrang mit dem Gefühl, den Urin nicht mehr halten zu können. Dabei kann es zu ungewolltem Urinverlust kommen. Die Ursachen können eine Blasenentzündung, eine Instabilität der Blasenmuskulatur, Blasensenkung oder auch Tumoren sein.

  • Mischinkontinenz

In manchen Fällen treten die typischen Symptome von Belastungs- und Dranginkontinenz gemeinsam auf. Die Betroffenen verlieren unwillkürlich Urin beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Aktivität und leiden gleichzeitig unter häufigem, kaum zu unterdrückendem Harndrang. Meist ist bei der Mischinkontinenz eine der beiden Formen besonders starke ausgeprägt.

Zunächst werden wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und persönliche Risikofaktoren führen. Anhand eines Fragebogens prüfen wir, wann und in welchen Situationen es zu einem unwillkürlichen Urinverlust  kommt. Danach erfolgen eine gynäkologische Untersuchung, wie Sie sie auch von Ihrem Frauenarzt kennen, und eine Untersuchung Ihres Urins auf mögliche Infektionen. Immer führen wir im Anschluss daran eine Ultraschalluntersuchung der Harnblase, der Harnröhre, der inneren Genitalorgane und der Nieren durch.

Die Blasendruckmessung vervollständigt die Diagnostik. Nur hier kann genau zwischen den verschiedenen Formen der Harninkontinenz unterschieden werden. Ebenfalls wird hierdurch die Form der Therapie festgelegt.

Dr. med. Ralf-Bernd Braune  
Oberarzt

Sprechstunde
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