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Traumazentrum

Evangelisches Krankenhaus Lippstadt erhält Zertifikat als regionales Traumazentrum

In der Bundesrepublik Deutschland erleidet jährlich nahezu jeder 10. Mensch einen Unfall (8,48 Millionen in 2004*). Jährlich muß bundesweit mit ca 38.000* polytraumatisierten Patienten gerechnet werden. Die Überlebenschance eines schwerverletzten und polytraumatisierten Patienten  hängt oft von einer schnellen und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung ab. Die Überlebensrate schwer- und schwerstverletzter Unfallopfer hat in den letzten Jahren zugenommen und Analysen aus den USA zeigen, dass durch die Einführung von Traumanetzwerken die Zahl der Todesfälle bei schwerverletzten Patienten um 50% verringert wurde.

 

Das Evangelischen Krankenhaus Lippstadt mit der Abteilung für Chirurgie, Viszeral-, Thorax und Unfallchirurgie wurde im April als regionales Traumazentrum gemeinsam mit dem TraumaNetzwerkRuhrgebiet im TraumaNetzwerk der DGU - Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie -  zertifiziert.

 

Karte "Traumazentren in Deutschland" der DGU – Ausschnitt NRW Standort EVK Lippstadt

 

Begonnen wurde der Aufbau des Traumanetzwerkes mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der AUC –Akademie der Unfallchirurgie  der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und dem Evangelischen Krankenhaus Lippstadt bereits im Juli 2009.

Umfangreiche Anforderungen zu räumlichen, apparativen, personellen Ausstattungen und zur Ablauforganisation wurden umgesetzt und konnten im Rahmen des durchgeführten Zertifizierungsaudits erfolgreich nachgewiesen werden.

Zwei ärztliche Mitarbeiter absolvierten erfolgreich einen Advanced Trauma Life Support Kurs (ATLSÒ). In zwei Schockräumen stehen modernste Medizintechnik zur Diagnostik und Erstversorgung zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team unter Leitung unseres Unfallchirurgen Hr. Dr. Gerald Pape erhält innerhalb von Minuten einen vollständigen Überblick über Verletzungsmuster und -schwere mittels Computertomographie, Röntgen und Ultraschall. Erste Behandlungsschritte für die Notfallversorgung folgen und der Behandlungsplan wird im Team erstellt. Je nach Verletzungsmuster werden die erforderlichen Spezialisten aus anderen Fachgebieten hinzugezogen. Regelungen zum interklinischen Transfer zwischen Kliniken des Traumanetzwerkes bei schweren Schädel-Hirn Traumata und Wirbelsäulenverletzungen mit neurochirurgischer Interventionsnotwendigkeit wurden vereinbart. Hier besteht mit den kooperierenden Kliniken im Traumanetzwerk die Möglichkeit einer telemedizinischen Befundübermittlung.

 

Das regionale Traumanetzwerk am  Evangelischen Krankenhaus Lippstadt  leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Schwerverletzten.

   

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