Anästhesie und operative Intensivmedizin

Das Wort Anästhesie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen". Das ebenfalls altgriechische Wort Narkose bedeutet "betäuben bzw. Schläfrigkeit".

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Allgemeine Informationen zum OP-Tag

  • Vom Zeitpunkt des Einschleusens in den OP bis zur Verlegung in den Aufwachraum werden immer ein Narkosearzt und eine pflegerische Anästhesiefachkraft ausschließlich für Sie da sein.
  • Schmerzhafte Eingriffe werden möglichst am schlafenden Patienten durchgeführt. Bei der Anlage der Regionalanästhesieverfahren ist und bleibt der Patient  in der Regel wach. Der Einstichbereich wird aber lokal betäubt, sodass die eigentliche Punktion schmerzfrei ist. 
  • Auch während der Operation ist ständig ein Anästhesist bei Ihnen, um die lebenswichtigen Funktionen von Kreislauf und Atmung zu überwachen und ggf. zu behandeln. 
  •  Bei größeren Operationen kann eine erweiterte Überwachung des Kreislaufs mittels zentral-venösen und arteriellen Kathetern angezeigt sein. Dies wird aber bereits im Vorfeld mit Ihnen besprochen werden. So ist auch für den Patienten mit erheblichen Vorerkrankungen die größtmögliche Sicherheit während der Operation gewährleistet.
  • Bei Operationen mit vorhersehbar größerem Blutverlust besteht die Möglichkeit zur präoperativen Eigenblutspende. Der Einsatz vom Cell-Saver (Gerät zum Auffangen und Wiederaufbereiten des eigenen Blutes) sichert auch bei größeren Blutverlusten einen schnellen, effektiven und fremdbluteinsparenden Blutersatz. Sollte dennoch die Übertragung von Fremdblut (Spenderkonserven) unumgänglich sein, so besteht durch die enge Zusammenarbeit mit dem DRK-Blutspendedienst jederzeit die Möglichkeit, die für Sie geeigneten Blutprodukte auch kurzfristig zu beschaffen.
  • Wir respektieren die Glaubensrichtung der Zeugen Jehovas und sind um alternative Verfahren bezüglich einer Bluttransfusion bemüht.
  • Aufgrund der Raumtemperaturen im Operationssaal war früher eine gewisse Unterkühlung des leicht bekleideten, schlafenden Patienten mit negativen Auswirkungen die Regel. Durch effektive Aufwärmsysteme und modernste Umlufttechnik im OP-Saal können wir heute die Auskühlung des Patienten nahezu verhindern, die Körpertemperatur bleibt auch bei längeren Operationen im Normbereich. Mit diesen Maßnahmen werden perioperative Komplikationen in allen Bereichen (Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Blutgerinnungssystem) minimiert und die postoperative Befindlichkeit deutlich verbessert.