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Anästhesie und operative Intensivmedizin

Das Wort Anästhesie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen". Das ebenfalls altgriechische Wort Narkose bedeutet "betäuben bzw. Schläfrigkeit".

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Risiken und Nebenwirkungen von Anästhesieverfahren

Alle Anästhesieverfahren sind heute sicherer als jemals zuvor. Dies ist aufgrund verfeinerter Diagnostik, fundiertem anästhesiologischen Wissensstandes und hochentwickelter Überwachungstechnik im Operationssaal möglich. 

Lebensbedrohliche Komplikationen wie Kreislaufstillstand, Lungenembolie, anaphylaktischer Schock durch Medikamentenunverträglichkeit sind selbst bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen extrem selten (1:10.000). Dennoch gibt es einige typische Anästhesiekomplikationen, die trotz sachgerechter Durchführung der Narkose auftreten können:

Nach einer Intubation können Schluckbeschwerden auftreten. Bleibende Heiserkeit durch Stimmbandschäden ist sehr selten, Schäden an insbesondere brüchigen oder lockeren Zähnen sind möglich!

Übelkeit und Erbrechen nach der Narkose sind heutzutage selten, kommen aber trotz entsprechender medikamentöser Prophylaxemaßnahmen vereinzelt vor.

Aspirationszwischenfälle, das heißt das Einatmen von sauerem Mageninhalt bei fehlenden Schluckreflexen insbesondere beim Ein- oder Ausleiten der Narkose, sind sehr selten.

Eine lebensbedrohliche, aber extrem seltene Komplikation stellt die maligne Hyperthermie dar, eine dramatisch verlaufende Stoffwechselentgleisung mit exzessivem Körpertemperaturanstieg. Bitte berichten Sie Ihrem Anästhesisten, falls in Ihrer Verwandtschaft jemals ein schwerer Narkosezwischenfall aufgetreten ist!

Nach einer Spinal- oder Periduralanästhesie können stärkere Kopfschmerzen auftreten, ebenso ein kurzfristiger Harnverhalt, der das Legen eines Einmalblasenkatheters notwendig machen kann.

Eine direkte traumatische Verletzung des Rückenmarks ist bei Spinal- und lumbaler Periduralanästhesie aufgrund der anatomischen Gegebenheiten nahezu ausgeschlossen. Bleibende Lähmungen (Querschnittslähmung), verursacht durch Blutergüsse oder eingeschleppte Infektionen im Spinal- oder Epiduralraum, sind extrem selten, ebenso wie Hör- und Sehstörungen, Potenzstörungen oder eine Hirnhautentzündung. Bitte weisen Sie Ihren Anästhesisten auf die Einnahme von Medikamenten hin, die die Blutgerinnung beeinflussen (zum Beispiel Aspirin).

Folgenreiche Gefäß- oder Nervenverletzungen durch andere Regionalanästhesieverfahren sind ebenfalls extrem selten, ebenso wie Verletzungen der Lunge bei der infraclaviculären Blockade des Plexus brachialis.