Anästhesie und operative Intensivmedizin

Das Wort Anästhesie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen". Das ebenfalls altgriechische Wort Narkose bedeutet "betäuben bzw. Schläfrigkeit".

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Verhalten vor einer geplanten Narkose

Was muss ich vor einer geplanten Anästhesie beachten?

Bitte beachten Sie die folgenden Verhaltensrichtlinien sorgfältig und gewissenhaft, damit das bei Ihnen geplante Narkoseverfahren so risikoarm wie möglich durchgeführt werden kann!

Vor dem Eingriff

  • Bitte vor der Narkose mindestens sechs Stunden nichts mehr essen, auch kein Kaugummi kauen, trinken oder rauchen! Wie lange Sie vor der Narkose Wasser trinken dürfen, besprechen Sie bitte im Prämedikationsgespräch mit dem Anästhesisten.  Ein Schluck Wasser zur Einnahme von Medikamenten / Beruhigungsmitteln am frühen Morgen des OP-Tages trinken Sie bitte nur nach Aufforderung durch den Anästhesisten.  Nehmen Sie bitte am OP-Tag nur die vom Anästhesisten verordneten Medikamente ein! 
  • Bitte legen Sie Ringe und Schmuck (auch Piercings) ab und entfernen Sie Nagellack. Tragen Sie bitte kein Make-up und keine Creme auf.
  • Nehmen Sie beweglichen Zahnersatz und Kontaktlinsen heraus. Legen Sie bitte Ihr Hörgerät sowie Haarteile oder Perücken ab.

Nach der Narkose

Melden Sie sich bei der für Sie zuständigen Pflegekraft, wenn nach einer Anästhesie Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten. Beispiele: starke Übelkeit, Erbrechen, Sprechstörungen, Atemnot, Kopfschmerz, Rückenschmerzen, Harnverhalt, Lähmungserscheinungen, hohes Fieber. Sie wird die behandelnden Ärzte informieren bzw. die notwendigen Schritte einleiten.

Ambulante Narkosen

  • Wird ein Eingriff ambulant durchgeführt, muss sichergestellt sein, dass der Patient von einer erwachsenen, handlungsfähigen Begleitperson abgeholt wird und diese auch die häusliche Betreuung abends und nachts gewährleistet. Bei Komplikationen (siehe oben) setzen Sie sich bitte frühzeitig telefonisch mit uns in Verbindung, im Zweifelsfall kommen Sie zügig ins Krankenhaus zurück, damit ohne Zeitverzug gehandelt werden kann. 
  • Der diensthabende Narkosearzt ist jederzeit telefonisch über die Krankenhauspforte zu erreichen.Telefon: 02941 / 67 - 0.
  • Aufgrund von eventuellen Anästhesierestwirkungen darf man nach einer Narkose für 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen führen und keine weitreichenden persönlichen Entscheidungen treffen.

Medikamentenwechselwirkungen

Für bestimmte Medikamente sind im Zusammenhang mit einer Operation und Narkose gefährliche Wechselwirkungen bekannt. Dies betrifft in erster Linie Medikamente zur Blutverdünnung und bestimmte Zuckermedikamente.

Im Folgenden werden die wichtigsten dieser Medikamente / Wirkstoffe genannt:

  • ASS (unter anderem in Aspirin, Godamed und anderen Schmerz- und teilweise in Grippemitteln), Plavix, Iscover, Tyklid, Ticlopidin, u.v.a.m.: Bitte sprechen Sie mit dem Operateur-Anästhesisten und Ihrem hausärztlichen Behandler ab, ob und wann diese Präparate abgesetzt werden müssen.
  • Marcumar: fünf Tage vor einer Operation absetzen, in der Regel ist nach vier Tagen die stationäre Aufnahme und die Umstellung auf eine Ersatztherapie erforderlich. 
  • Glucophage, Diabetase, Biocos, Mescorit, Metfogamma et cetera (Biguanide): Setzen Sie diese metforminhaltigen Zuckermedikamente zwei Tage vor einer Narkose / Operation ab und nehmen Sie sie frühestens zwei Tage danach wieder ein. Ambulante Operationen unter einer solchen Medikation sollten nicht durchgeführt werden.
  • Jatrosom, Parnate (nicht selektive MAO-Hemmer der zweiten Generation).
  • Es sollte zwei Wochen vor einer Operation mit dem Hausarzt und dem Anästhesisten eine Medikamentenumstellung erwogen werden! Die Einnahme der notwendigen Medikamente wird während des Aufklärungsgespräches erörtert. Ihr Anästhesist wird mit Ihnen detailliert besprechen, welche Medikamente am OP-Tag eingenommen werden sollen.