Klinik für Neurologie, Schlaganfallzentrum

Die einzige Neurologische Klinik im Kreis Soest befindet sich bei uns – am Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt.

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Das Schlaganfallzentrum am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt

Warum ein Schlaganfallzentrum?

In Deutschland erkranken jährlich über 200.000 Menschen an einem Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist eine plötzliche oder innerhalb kurzer Zeit auftretende Funktionsstörung des Gehirns, die in über 80 Prozent der Fälle durch ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß des Gehirns hervorgerufen wird. Dies kann zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems führen. Die schnellstmögliche Therapie ist hier lebenswichtig, denn ein Schlaganfall ist ein Notfall.

Umso wichtiger ist, dass der Notruf so früh wie möglich abgesetzt wird. Denn die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist der frühe Behandlungsbeginn. Hier zählt jede Minute, um Funktionsschäden zu vermeiden.

 

Wichtig ist bei der Behandlung des Schlaganfalls, dass der Patient umgehend in das Schlaganfallzentrum mit STROKE UNIT und DSA-Anlage eingeliefert wird. Denn hier lassen sich alle Notfallmaßnahmen sofort einleiten, hier besteht auch die Möglichkeit durch den Einsatz weiterer, sehr spezieller Therapieverfahren die Folgen eines Schlaganfalls so gering wie möglich zu halten. 

Jeder sollte wissen, dass höchste Eile geboten ist, wenn Schlaganfallsymptome sind sie auch noch so schwach auftreten.

Neben unser hoch qualifizierten Physiotherapeutischen Abteilung am Evang. Krankenhaus betreut der Spomobil® e.V.  Senioren, Hochbetagte, Menschen mit Demenz und Schlaganfall-Betroffene im Rahmen der Grundlagenarbeit im Rehasport.

Damit sie einmal einen Einblick in den Ablauf einer solchen Betreuung haben, hat der Spomobil® e.V.  einen Info Film gedreht.

Frührehabilitation in der Neurologischen Klinik

Die Überlebenschancen von Patienten mit schweren Erkrankungen des Gehirns sind aufgrund der Fortschritte in der Medizin in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies liegt auch daran, dass die Frührehabilitation bereits im Akutkrankenhaus auf der STROKE UNIT beginnt und nahtlos auf einer neurologischen Frührehabilitationsstation fortgeführt wird.
Damit hat das Evangelische Krankenhaus Lippstadt der Behandlung von Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen einen weiteren Baustein hinzugefügt. 

Patienten mit schweren Hirnschädigungen, wie sie z.B. nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten können, benötigen meistens im Anschluss an ihre Akutbehandlung eine intensive weiterführende Versorgung. Nur durch eine fachspezifische, intensive medizinische Betreuung dieser Patienten, wie sie die neurologische Frührehabilitation garantiert, können schwere Folgeschäden minimiert werden.

Ziel ist die frühestmögliche rehabilitative Behandlung für schwer betroffene Patienten, da bereits im Frühstadium die Weichen für den weiteren Verlauf der Rehabilitation gestellt werden. „Ein frühestmöglicher Rehabilitationsbeginn verbessert so die Chancen des Patienten erheblich“, so Priv.-Doz. Dr. Ingo Meister, Chefarzt der neurologischen Klinik.

Die enge Verzahnung von STROKE UNIT, DSA-Anlage und Frührehabilitation ergänzt sich im Behandlungskonzept der Neurologischen Klinik. „Gerade eine zeitnahe und hochwertige Frührehabilitation kann darüber entscheiden, ob wichtige Alltagsfähigkeiten wiedererlernt werden. Bei der Behandlung gibt es nie ein zu früh, aber immer ein zu spät“, weiß der Chefarzt.

„Nach einer schweren neurologischen Erkrankung wieder ins Leben zurückzukehren, ist der größte Wunsch der Patienten. Und jetzt können wir durch die Einrichtung der Frührehabilitation für jeden einzelnen einen gezielten individuellen Therapieplan entwickeln, der ihm helfen kann, die verlorengegangenen Fähigkeiten wieder zu erlangen.“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Meister.

Das interdisziplinäre Team umfasst interne und externe Fachkräfte: Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, besonders geschulte Pflegekräfte, Neuro-Psychologen und Ärzte unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Meister. Wöchentlich findet eine Teambesprechung aller Therapeuten mit Dokumentation bisheriger Behandlungserfolge statt, so dass der Therapieplan immer wieder neu an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wird.

Das Schlaganfallzentrum am EVK Lippstadt hat durch die Erweiterung des Angebotes mit der Frührehabilitation die Situation für Schlaganfallpatienten in der Region spürbar verbessert.

Patienten mit einer schweren neurologischen Erkrankung kommen zuerst zur Erstversorgung, das entspricht der Phase A, auf die STROKE UNIT. Danach erfolgt die erste Phase in einer Rehabilitationskette, die Phase B, bei der die Patienten noch sehr schwer krank sind. In der Frührehabilitionsphase, die ungefähr 14 Tage dauert, müssen sie viele Basisfähigkeiten neu erlernen. Danach erfolgt ja nach Genesungsfortschritt die Überleitung in eine Rehabilitationseinrichtung (Phase C – F).