Senora Brustzentrum

Unser Brustzentrum ist nach den Anforderungen des Landes NRW zertifiziert

Wir fahren nach Uden - Ausflug des Brustzentrums

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Die Therapiemöglichkeiten im Zentrum für Frauenheilkunde

Vakuumsaugbiopsie

Vorab durch Stanzbiopsie gesicherte gutartige Tumoren (Fibroadenome) können in örtlicher Betäubung in Einzelfällen entfernt werden. Unter Ultraschallsicht können unter bestimmten Voraussetzungen (Größe, Lage) Fibroadenome entfernt werden.

Nach Injektion der lokalen Betäubung wird die Biopsienadel unter den zu entfernenden Tumor eingestochen. Nach dem Einführen wird das zu entfernende Gewebe in die seitliche Öffnung der Nadel gesaugt und mit einem besonders schnell kreisenden Messer abgetrennt und in ein Gefäß gesaugt. Nach dem Eingriff wird ein Kompressionsverband angelegt, um Nachblutungen zu vermeiden.

 

 

 

Operative Primärbehandlung

Brusterhaltende Operation (BET):
Der Tumor wird mit einem Sicherheitssaum aus gesundem, den Tumor umgebenden Gewebe unter Erhaltung der Brust entfernt. Bei uns angewandte Verfahren sind in Abhängigkeit von Tumorgröße, Tumor-Brust-Relation und Lage des Tumors:

  • Lobektomie: bei kleinem Tumor, ohne Formveränderung der Brust
  • Segment- und Quadrantenresektion: bei größeren Gewebeentnahmen. Hier erfolgt die Defektdeckung zum Beispiel im Sinne einer Brustverkleinerung (Reduktionsplastik) oder Bruststraffung (Mastopexie). Die Entnahme der Achsellymphknoten beziehungsweise des Wächterlymphknotens erfolgt durch einen separaten Schnitt.
  • Brustamputation (Mastekomie, Ablatio): Patientinnen, denen man von einer BET abraten muss, sind solche, bei denen beispielsweise ein sehr großer Tumor vorliegt oder von mehreren Tumorherden in der betroffenen Brust auszugehen ist. In diesen Fällen kommt die Brustamputation nach wie vor bei zirka 30 Prozent der betroffenen Frauen vor. Die Entnahme der Achsellymphknoten erfolgt von gleicher Schnittführung.

Dabei besteht selbstverständlich die Möglichkeit, entweder sofort (in Abhängigkeit der insgesamt notwendigen Behandlung) oder nach einem bestimmten Zeitintervall sekundär die Brust wieder aufzubauen. Hierfür kommen Verfahren zum Einsatz, bei denen entweder mit körpereigenem oder aber körperfremden Material (Silikon) die Brust rekonstruiert wird.

In Kooperation mit der Plastischen Chirurgie

Primärer und sekundärer Wiederaufbau

Das Vorhandensein und Aussehen der weiblichen Brust trägt viel zur persönlichen Identität und Selbstwertgefühl bei. Nach ablativen Brustkrebsoperationen ist es möglich, die Brust wiederherzustellen. Bei uns angewandte Verfahren sind :

  • Implantation von Prothesen
  • Wiederaufbau mit körpereigenem Gewebe durch myokutane Lappenplastiken
  • Formanpassung der Gegenseite nach BET

In Kooperation mit der Onkologischen Schwerpunktpraxis (Tumorkonferenz) 

Sämtliche Chemotherapien werden nach den neuesten, internationalen Empfehlungen in der Regel ambulant durchgeführt. Die Entscheidung über eine neoadjuvante (vor der Operation), adjuvante oder 

palliative Chemotherapie erfolgt anhand der individuellen Parameter der Patientin in der interdisziplinären wöchentlichen Tumorkonferenz.

Die Klinik ist Studienzentrum mehrerer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften (AGO, GBG). Den Patientinnen kann so unmittelbar die Teilnahme an modernsten Therapiemöglichkeiten (Studien) angeboten werden.

In Kooperation mit den behandelnden Frauenärzten

Ein Teil der Mammakarzinome reagiert auf Hormone. Am Tumormaterial werden diese sogenannten Hormonrezeptoren bestimmt. In diesen Fällen kann eine Endokrintherapie (antihormonelle Therapie) durchgeführt werden. Dadurch wird den Krebszellen die Stimulation durch Hormone entzogen. Hierzu kommen vorwiegend Tabletten zum Einsatz.

Welches das für Sie individuell beste Medikament ist, wird ebenfalls in der Tumorkonferenz nach den jeweils aktuellen Empfehlungen festgelegt. Die Verordnung erfolgt dann durch Ihren behandelnden Frauenarzt.

In Kooperation mit der Praxis für Strahlentherapie 

Obligat ist bei den brusterhaltenden Operationen die Nachbestrahlung (Radiatio) der gesamten Brust. Dies soll möglicherweise vorhandene und mit den gängigen apparativen Verfahren nicht nachweisbare weitere Tumorzellen in der verbleibenden Brust zerstören.

Für die ambulant durchzuführende  Radiatio muss ein Zeitaufwand von sechs bis sieben Wochen eingeplant werden. Um die Nebenwirkungen zu minimieren, muss die Bestrahlung täglich (von montags bis freitags) in kleinen Einzeldosen appliziert werden.