Zentrum für Frauenheilkunde

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Wir fahren nach Uden - Ausflug des Brustzentrums

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Neues Verfahren im Kampf gegen Brustkrebs.

Neues Präzisionsverfahren im Kampf gegen Brustkrebs

Bestrahlung jetzt direkt während der Operation

Im Brustzentrum des Evangelischen Krankenhauses Lippstadt wird jetzt ein neues innovatives Behandlungsverfahren in der Brustkrebstherapie eingeführt. Bei diesem neuen Präzisionsverfahren, genannt Intraoperative Elektronen Radiotherapie (IOERT), wird ein elektronischer Hochleistungslinearbeschleuniger direkt während der Brustkrebsoperation eingesetzt.

Es handelt sich um eine zielgenaue Bestrahlung des Tumorbettes während der Operation, nachdem vorher der Tumor entfernt wurde. Das Tumorbett wird bestrahlt, ohne umliegendes Gewebe und Organe mit einzubeziehen. Die Zahl der anschließend notwendigen Bestrahlungen wird reduziert und damit auch die körperlichen und seelischen Belastungen der Gesamttherapie. 

Rund 80 % der Brustkrebspatientinnen im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt werden brusterhaltend operiert. Bei diesen Frauen wird also nicht die komplette Brust entfernt, sondern lediglich der Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum Restgewebe. 

„Was normalerweise folgen würde, ist – neben der medikamentösen Therapie eine rund achtwöchige äußerliche (perkutane) Strahlentherapie“, erklärt Prof. Dr. Joachim Volz, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde. 

Doch genau hier unterscheidet sich dieses völlig neue Verfahren vom bisherigen Behandlungsverfahren: "Noch während der Operation wird das Tumorbett sehr effizient bestrahlt", beschreibt Prof. Dr. Volz. Dadurch könne die nach der Operation notwendige Strahlentherapie deutlich verkürzt werden.  Der therapeutische Vorteil liegt in einer kurzzeitigen „Boost-Betrahlung“. Denn  so wird das Gewebe mehr geschont als bei den bisher möglichen intraoperativen Röntgenbestrahlungen“, so Herr Prof. Dr. Volz. 

Hierdurch erhält die Brustkrebs-Patientin beim IOERT-Verfahren gegenüber anderen Methoden der intraoperativen Bestrahlung mehr  Sicherheit.

 

 

Weiterhin besteht die Hoffnung, das Risiko einer erneuten Tumorbildung in der Brust durch eine IOERT-Behandlung senken zu können. Und noch ein weiterer Aspekt ist für die Patientinnen, insbesondere aus kosmetischer Sicht, wichtig: "Mögliche Spätfolgen, wie beispielsweise Hautveränderungen, treten wesentlich seltener auf." Prof. Dr. Volz, unterstreicht weitere Vorteile des innovativen Behandlungsverfahrens: "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass zukünftig bei bestimmten Patienten die nachträgliche Strahlentherapie vollkommen ersetzt werden kann. Der Einsatz des Verfahrens hängt allerdings von verschiedenen Faktoren, insbesondere der Tumorgröße ab und ist demzufolge nicht für jede Patientin möglich.“

IOERT ist ein noch junges Behandlungsverfahren - als eines von wenigen  Krankenhäusern in ganz Deutschland bietet das Evangelische Krankenhaus Lippstadt – als erstes Haus der Grund- und Regelversorgung - diese Form der Krebstherapie an. 

Rund 1.000.000 Euro investierte das Haus in die Errichtung des Hochleistungs-Operationssaales. Eine Investition, von der zukünftig die ganze Region profitieren könne, so Prof. Dr.  Volz. Am 11. Dezember 2013 erfolgte die Anlieferung des mobilen Linearbeschleunigers. 

 

„Wir sind sehr froh, dass wir unseren Patientinnen diese schonende und gleichzeitig hocheffektive Behandlung anbieten können“, erklärt Geschäftsführer Jochen Brink. „Denn für viele Patientinnen sei diese Methode eine deutliche Verbesserung nicht nur in den Wochen nach dem Eingriff.“  

Vorteile des Verfahrens

  • Verbesserung der zielgenauen Tumorkontrolle bei gleichzeitig reduziertem Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen
  • Verkürzung der Gesamtbehandlungszeit
  • Reduzierung der Zahl zusätzlicher perkutaner Bestrahlungen 

Neue Form der Bestrahlung

– bei Brustkrebs erfolgreich gestartet

Für Patienten, die an Brustkrebs erkrankt sind wird nun erstmals in der Region im EVK Lippstadt eine spezielle Form der Krebstherapie möglich. Wie bereits in der letzten Ausgabe der Sprechstunde ausführlich berichtet, kann die Intraoperative Radiotherapie (IOERT) bereits während der Tumor-Operation zum Einsatz kommen.

„So besteht die Chance, zumindest einen Teil der herkömmlichen Strahlentherapie durch die Bestrahlung unter Vollnarkose zu ersetzen“, erklärt Prof. Dr. Volz, Chefarzt des Zentrum für Frauenheilkunde am EVK Lippstadt das Verfahren. Bereits zehn Frauen konnten von der neuen Technik im EVK Lippstadt profitieren. Bisher gibt es diese innovative Technik in vier Kliniken deutschlandweit.  

Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Sekunden. Nach der Bestrahlung wird die Wunde in üblicher Weise verschlossen und die Operation beendet. Das Bestrahlungsgerät ist ein mobiler Linearbeschleuniger, der mit Elektronen arbeitet. Die Vorteile sind die bessere Verteilung der Strahlendosis im Zielgebiet und die optimale Präzision, mit der die Bestrahlung auf das Zielgebiet gerichtet werden kann. Die Schonung des umliegenden gesunden Gewebes und somit die Minimierung unerwünschter Nebenwirkungen bietet weitere wertvolle Vorteile. Studien zeigen sogar, dass durch diese gezielte Einmalbehandlung während der OP bei Brustkrebs im Frühstadium die gleiche Wirksamkeit erreicht werden kann, wie bei einer herkömmlichen sechswöchigen Strahlentherapie. Die IOERT-Bestrahlung kommt für alle Patientinnen in Frage, bei denen eine brusterhaltende Operation möglich ist. „Für einen Großteil dieser Patientinnen reicht sogar diese Form der Bestrahlung als alleinige Maßnahme aus und es kann auf eine Nachbestrahlung komplett verzichtet werden. Es wird jetzt unsere Aufgabe sein, Patientinnen und Ärzte gleichermaßen zu informieren, damit möglichst viele Betroffene von der neuen Technik profitieren können“, erklärt Prof. Dr. Volz. „Wir sind glücklich diese moderne Therapie anbieten zu können. Und blicken damit in eine Zukunft, die verbesserte Heilungschancen für Patientinnen mit Brustkrebs bringt.“

Die Vorteile der IOERT im Überblick:

  • Frühzeitige Bestrahlung, dadurch erhöhte Effektivität
  • zielgenaue Bestrahlung des Tumorbettes
  • Reduktion der postoperativen Strahlentherapie und Schonung des umliegenden, gesunden Gewebes
  • Verbessertes kosmetisches Ergebnis
  • Minimierung von Nebenwirkungen

Dem Krebs keine Chance geben

Innovative Strahlentherapie greift schon während der Operation

Bei der Diagnose Brustkrebs ist eine Operation zur Entfernung des bösartigen Brusttumors auch heute noch unvermeidbar.  Eine Chemo-, Antihormon- oder Antikörpertherapie geht einer solchen Operation oft vorweg. Und ebenso ist eine Bestrahlung nach der Operation nötig: um restliche Krebszellen zu zerstören. Durch die neue Therapiemethode im EVK Lippstadt besteht aber jetzt die Chance, dass bei vielen Frauen mit brusterhaltender Operation jetzt zumindest ein Teil der Strahlentherapie ersetzt werden kann.

Das EVK Lippstadt setzt nun erstmals in der Region seit März 2015 eine spezielle Form der Krebstherapie ein: die Intraoperative Radiotherapie (IOERT). Dieses neue Präzisionsverfahren, genannt Intraoperative Elektronen Radiotherapie (IOERT) schont das Brustgewebe und hilft heilen. „Das IOERT-Verfahren ermöglicht, dass wir schon während der Operation, also noch unter Narkose, mit der Strahlentherapie durch Elektronen beginnen können“, erklärt Prof. Dr. Volz, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde am EVK Lippstadt das innovative Verfahren. Ein elektronischer Hochleistungslinearbeschleuniger macht das möglich. Eine Million Euro investierte das EVK Lippstadt für die Anschaffung eines solchen Beschleunigers, den es nur in vier Kliniken deutschlandweit gibt.

Die wesentlichen Vorteile gegenüber der konventionellen Strahlentherapie und ähnlichen Verfahren, die eine Röntgenbestrahlung nutzen, sind eine kürzere Behandlungsdauer und eine bessere Zielgenauigkeit für das bestrahlte Gewebe. Das IOERT-Verfahren ist nicht nur besonders effektiv, da bereits während der Operation die Tumorzellen angegriffen beziehungsweise zerstört werden. Auch ist es für die Patientinnen besonders schonend. „Nachdem der Tumor bei der Operation entfernt wurde, kann das Tumorbett direkt und sehr zielgenau bestrahlt werden, ohne umliegende Organe zu schädigen. Nach exakter Positionierung des Bestrahlungskopfes, wird die offen liegende Stelle nur ca. eine Minute    Minuten direkt behandelt. Entscheidend ist, dass wir dadurch eine lokale Dosiserhöhung erreichen können, was maßgeblich zum Heilungserfolg beiträgt“, weiß der Chefarzt. Nach der Operation sind dann nicht mehr so viele Bestrahlungen notwendig“, erklärt Prof. Dr. Volz weiter. Die Behandlungsdauer wird kürzer. Das Risiko für Nebenwirkungen der Strahlentherapie sinkt gleichzeitig. Bei kleineren Tumoren mit günstiger Prognose kann die IOERT in Zukunft möglicherweise sogar weitere strahlentherapeutische Behandlungen ersetzen. „Bisher mussten wir auf Grund der Wundheilung immer rund vier bis sechs Wochen warten, bis wir mit der Strahlentherapie nach der Operation beginnen konnten“, erklärt Prof. Dr. Joachim Volz, „hier galt es dringend eine effektive Methode zu finden, diese „ungestörte“ Zeit für die  Krebszellen zu vermeiden.“ Und genau hier greift das Verfahren, das in Italien und den USA parallel entwickelt wurde. Nun kann es auch im EVK Lippstadt für die Krebsbekämpfung genutzt werden. 

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese schonende Bestrahlungsmöglichkeit jetzt anwenden können“, so Prof. Dr. Volz zufrieden. Auch, wenn eine endgültige Heilung nach dieser Therapie natürlich nicht versprochen werden kann, können sich die Patientinnen im EVK Lippstadt sicher sein, „wenn sie aus der Narkose aufwachen, sind sie von uns zuvor durch die innovativste und wirkungsvollste postoperative Strahlentherapie versorgt worden, die es zur Zeit gibt.“

 

Die Vorteile des Verfahrens im Überblick:

  • Verbesserung der zielgenauen Tumorkontrolle bei gleichzeitig reduziertem Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen
  • Verkürzung der Behandlungszeit
  • Häufig zusätzliche Bestrahlungen von außen kann durch die Kombination mit der intraoperativen Strahlentherapie deutlich reduziert werden