Senora Brustzentrum

Unser Brustzentrum ist nach den Anforderungen des Landes NRW zertifiziert

Wir fahren nach Uden - Ausflug des Brustzentrums

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Senora Brustzentrum - was ist das?

Das Senora Brustzentrum ist eine Kooperation der Kliniken Lippstadt und Soest.

Das Ziel dieser Kooperation ist die bestmögliche Behandlung von Patientinnen mit abklärungsbedürftigen Befunden in der Brust. Fachärzte verschiedener Disziplinen wie Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Onkologen und Plastische Chirurgen bieten die gesamte Bandbreite in Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Brust und deren Folgen an. In unserem interdisziplinären Brustzentrum wird diese Teamarbeit seit vielen Jahren im Interesse unserer Patientinnen gelebt.

Ihre Erfahrung wird ergänzt durch eine hochmoderne gerätetechnische Ausstattung und ein umfangreiches Angebot von individuell differenzierten operativen und medikamentösen Therapien.

Hierbei richtet sich die Klinik nach intern abgesprochenen und international anerkannten Behandlungsstrategien, wobei die enge Zusammenarbeit für Sie als Betroffene die Sicherheit der bestmöglichen Behandlung bei Brustkrebs gewährleistet.

Joachim Volz

Prof. Dr. med. Joachim Volz

Chefarzt, Leitung Brustzentrum
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie & Minimal-invasive Chirurgie, MIC III, Pränatalmedizin und Geburtshilfe, DEGUM Stufe 2, Endokrinologie & Reproduktionsmedizin

Film ab:

Neues Verfahren im Kampf gegen Brustkrebs.

Eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Patientinnen hilft uns, die Ziele des Brustzentrums zu erreichen und uns ständig zu verbessern:

  • Förderung der Früherkennung des Brustkrebses
  • Ganzheitliche Versorgung und Betreuung von Frauen mit Brustkrebs unter Einbeziehung aller notwendigen medizinischen und sozialen Institutionen
  • Erhöhung der Heilungsrate
  • Verbesserung der Lebensqualität Betroffener
  • Standardisierte Durchführung von Diagnostik und Behandlung des Brustkrebses nach nationalen und europäisch anerkannten Qualitätskriterien 

Sie als Patientin bleiben mit Ihren Ängsten und Gefühlen im Mittelpunkt unserer Fürsorge. Denn Hilfe bei der Bewältigung einer Krise ist selbstverständlicher Bestandteil der Behandlung. Wir werden Sie beraten, begleiten, behandeln und unterstützen, wenn Sie uns brauchen.

Im Rahmen des Brustzentrums wird die Diagnostik und Therapie auf einem Niveau durchgeführt, das sich über dem üblichen Standard befindet. Dies geschieht insbesondere durch die gemeinsame Bündelung der Kompetenz und des Fachwissens der Kooperationspartner.

Die Kernkompetenzen des Brustzentrums umfassen die bildgebenden diagnostischen Verfahren, operative Leistungen, histologische Untersuchungen, Radio- und Chemotherapien. Soweit diese Leistungen nicht vor Ort erbracht werden können, werden diese durch extern kooperierende Fachdisziplinen sichergestellt und durchgeführt. Alle Leistungserbringer verfügen nachweislich über spezielle Kenntnisse und Erfahrungen in der Brustkrebsdiagnostik- und Therapie. 

Etablierter Teil der operativen Versorgung sind auch die „Ambulanten Operationen“.

Als Besonderheit setzen wir als eine von wenigen Kliniken Deutschlands die Intraoperative Elektronenbestrahlung (IOERT) ein. Das Verfahren ermöglicht eine zielgenaue und schonende Bestrahlung. Die übliche Bestrahlung der Brust nach der Operation wird dadurch ganz oder teilweise ersetzt.

 

Zertifikat Qualitätsmanagement des Senora Brustzentrums

Sprechzeiten & Kontakt

Chefarzt

Prof. Dr. med. Joachim Volz

Sprechzeit

Alle Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung

Sekretariat

Rita Glose

Rita Glose
Wiedenbrücker Straße 33
59555 Lippstadt

Tel.: 02941 - 67 - 1601
Fax: 02941 - 67 - 1142

Intraoperative Elektronen Radiotherapie (IOERT)

– bei Brustkrebs erfolgreich im Einsatz

Für Patienten, die an Brustkrebs erkrankt sind, wird im EVK Lippstadt eine spezielle Form der Krebstherapie möglich. Die Intraoperative Radiotherapie (IOERT) kommt bereits während der Tumor-Operation zum Einsatz.

„So besteht die Chance, zumindest einen Teil der herkömmlichen Strahlentherapie durch die Bestrahlung unter Vollnarkose zu ersetzen“, erklärt Prof. Dr. Volz, Chefarzt des Zentrum für Frauenheilkunde am EVK Lippstadt das Verfahren. Seit 2015 konnten zahlreiche Frauen von der neuen Technik im EVK Lippstadt profitieren. Bisher gibt es diese innovative Technik in vier Kliniken deutschlandweit.  

Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Sekunden. Nach der Bestrahlung wird die Wunde in üblicher Weise verschlossen und die Operation beendet. Das Bestrahlungsgerät ist ein mobiler Linearbeschleuniger, der mit Elektronen arbeitet. Die Vorteile sind die bessere Verteilung der Strahlendosis im Zielgebiet und die optimale Präzision, mit der die Bestrahlung auf das Zielgebiet gerichtet werden kann. Die Schonung des umliegenden gesunden Gewebes und somit die Minimierung unerwünschter Nebenwirkungen bietet weitere wertvolle Vorteile. Studien zeigen sogar, dass durch diese gezielte Einmalbehandlung während der OP bei Brustkrebs im Frühstadium die gleiche Wirksamkeit erreicht werden kann, wie bei einer herkömmlichen sechswöchigen Strahlentherapie. Die IOERT-Bestrahlung kommt für alle Patientinnen in Frage, bei denen eine brusterhaltende Operation möglich ist. „Für einen Großteil dieser Patientinnen reicht sogar diese Form der Bestrahlung als alleinige Maßnahme aus und es kann auf eine Nachbestrahlung komplett verzichtet werden. Es wird jetzt unsere Aufgabe sein, Patientinnen und Ärzte gleichermaßen zu informieren, damit möglichst viele Betroffene von der neuen Technik profitieren können“, erklärt Prof. Dr. Volz. „Wir sind glücklich, diese moderne Therapie anbieten zu können. Und blicken damit in eine Zukunft, die verbesserte Heilungschancen für Patientinnen mit Brustkrebs bringt.“

Die Vorteile der IOERT im Überblick:

  • Frühzeitige Bestrahlung, dadurch erhöhte Effektivität
  • zielgenaue Bestrahlung des Tumorbettes
  • Reduktion der postoperativen Strahlentherapie und Schonung des umliegenden, gesunden Gewebes
  • Verbessertes kosmetisches Ergebnis
  • Minimierung von Nebenwirkungen

Dem Krebs keine Chance geben

Innovative Strahlentherapie greift schon während der Operation

Bei der Diagnose Brustkrebs ist eine Operation zur Entfernung des bösartigen Brusttumors auch heute noch unvermeidbar.  Eine Chemo-, Antihormon- oder Antikörpertherapie geht einer solchen Operation oft vorweg. Ebenso ist eine Bestrahlung nach der Operation nötig, um restliche Krebszellen zu zerstören. 

Im EVK Lippstadt können seit 2015 viele Brustkrebspatientinnen von dem neuen Bestrahlungsverfahren, der Intraoperative Elektronen Radiotherapie (IOERT), profitieren. Bei vielen Frauen mit brusterhaltender Operation erhöht  sich durch das IOERT die Chance, dass damit die übliche Bestrahlung nach der Operation ganz oder zum Teil ersetzt werden kann.

Das EVK Lippstadt setzt eine spezielle Form der Krebstherapie ein: die Intraoperative Elekrtronen Radiotherapie (IOERT). Dieses neue Präzisionsverfahren schont das Brustgewebe und hilft heilen.

„Das IOERT-Verfahren ermöglicht, dass wir schon während der Operation, also noch unter Narkose, mit der Strahlentherapie durch Elektronen beginnen können“, erklärt Prof. Dr. Volz, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde am EVK Lippstadt, das innovative Verfahren. Ein elektronischer Hochleistungslinearbeschleuniger macht das möglich.

Eine Million Euro investierte das EVK Lippstadt für die Anschaffung eines solchen Beschleunigers, den es deutschlandweit nur in vier Kliniken gibt.

Die wesentlichen Vorteile gegenüber der konventionellen Strahlentherapie und ähnlichen Verfahren, die eine Röntgenbestrahlung nutzen, sind eine kürzere Behandlungsdauer und eine bessere Zielgenauigkeit für das bestrahlte Gewebe. Das IOERT-Verfahren ist nicht nur besonders effektiv, da bereits während der Operation die Tumorzellen angegriffen beziehungsweise zerstört werden. Auch ist es für die Patientinnen besonders schonend. „Nachdem der Tumor bei der Operation entfernt wurde, kann das Tumorbett direkt und sehr zielgenau bestrahlt werden, ohne umliegende Organe zu schädigen. Nach exakter Positionierung des Bestrahlungskopfes, wird die offen liegende Stelle nur ca. eine Minute    direkt behandelt. Entscheidend ist, dass wir dadurch eine lokale Dosiserhöhung erreichen können, was maßgeblich zum Heilungserfolg beiträgt“, weiß der Chefarzt. Nach der Operation sind dann nicht mehr so viele Bestrahlungen notwendig“, erklärt Prof. Dr. Volz weiter. Die Behandlungsdauer wird kürzer. Das Risiko für Nebenwirkungen der Strahlentherapie sinkt gleichzeitig. Bei kleineren Tumoren mit günstiger Prognose kann die IOERT in Zukunft möglicherweise sogar weitere strahlentherapeutische Behandlungen ersetzen. „Bisher mussten wir auf Grund der Wundheilung immer rund vier bis sechs Wochen warten, bis wir mit der Strahlentherapie nach der Operation beginnen konnten“, erklärt Prof. Dr. Joachim Volz, „hier galt es dringend eine effektive Methode zu finden, diese „ungestörte“ Zeit für die  Krebszellen zu vermeiden.“ Und genau hier greift das Verfahren, das in Italien und den USA parallel entwickelt wurde. Nun kann es auch im EVK Lippstadt für die Krebsbekämpfung genutzt werden. 

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese schonende Bestrahlungsmöglichkeit jetzt anwenden können“, so Prof. Dr. Volz zufrieden. Auch, wenn eine endgültige Heilung nach dieser Therapie natürlich nicht versprochen werden kann, können sich die Patientinnen im EVK Lippstadt sicher sein, „wenn sie aus der Narkose aufwachen, sind sie von uns zuvor durch die innovativste und wirkungsvollste postoperative Strahlentherapie versorgt worden, die es zur Zeit gibt.“

 

Die Vorteile des Verfahrens im Überblick:

  • Verbesserung der zielgenauen Tumorkontrolle bei gleichzeitig reduziertem Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen
  • Verkürzung der Behandlungszeit
  • Häufig zusätzliche Bestrahlungen von außen kann durch die Kombination mit der intraoperativen Strahlentherapie deutlich reduziert werden