Traumazentrum

Das Evangelisches Krankenhaus Lippstadt ist als lokales Traumazentrum zertifiziert.

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Das lokale Traumazentrum am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt

In der Bundesrepublik Deutschland erleidet jährlich nahezu jeder 10. Mensch einen Unfall. Jährlich muss bundesweit mit ca. 40.000 polytraumatisierten Patienten gerechnet werden. Die Überlebenschance eines schwerverletzten oder polytraumatisierten Patienten hängt oft von einer schnellen und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung ab. Die Überlebensrate schwer- und schwerstverletzter Unfallopfer hat in den letzten Jahren zugenommen. Analysen aus den USA zeigen, dass durch die Einführung von Traumanetzwerken die Zahl der Todesfälle bei schwerverletzten Patienten um 50% verringert wurde. 

Das Evangelische Krankenhaus Lippstadt mit der Abteilung für Chirurgie, Viszeral-, Thorax- und Unfallchirurgie in Gemeinschaft mit der Anästhetischen Versorgung wurde als lokalesTraumazentrum im TraumaNetzwerk der DGU - Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie - zertifiziert.

Begonnen wurde der Aufbau des Traumazentrums bereits im Juli 2009.

Umfangreiche Anforderungen zu räumlichen, apparativen, personellen Ausstattungen und zur Ablauforganisation wurden umgesetzt und konnten im Rahmen des Zertifizierungsaudits erfolgreich nachgewiesen werden.

Über die Rettungsstelle können alle Verletzten der Behandlung im EVK zugeführt werden. Dies können Schwerverletzte sein, die mit dem Notarztwagen oder dem Hubschrauber zur Versorgung gebracht werden. Für die Schwerverletzten ist ein Traumapfad eingerichtet, der die Erstbehandlung im Schockraum mit Sicherung der Lebensfunktionen durch das anästhesistische Team und die sofortige Möglichkeit der differenten Untersuchung beinhaltet.

Ärztliche Mitarbeiter absolvierten erfolgreich einen Advanced Trauma Life Support Kurs (ATLS). In zwei Schockräumen stehen modernste Medizintechnik zur Diagnostik und Erstversorgung zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team unter Leitung unseres Chefarztes Dr. med. Peter Jürgensmeier  erhält innerhalb von Minuten einen vollständigen Überblick über Verletzungsmuster und -schwere mittels Computertomographie, Röntgen und Ultraschall. Erste Behandlungsschritte für die Notfallversorgung folgen und der Behandlungsplan wird im Team erstellt. Je nach Verletzungsmuster werden die erforderlichen Spezialisten aus anderen Fachgebieten hinzugezogen. Regelungen zum interklinischen Transfer zwischen Kliniken des Traumanetzwerkes bei schweren Schädel-Hirn Traumata und Wirbelsäulenverletzungen mit neurochirurgischer Interventionsnotwendigkeit wurden vereinbart. Hier besteht mit den kooperierenden Kliniken im Traumanetzwerk die Möglichkeit einer telemedizinischen Befundübermittlung. 

Das lokaleTraumazentrum am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Schwerverletzten in Ostwestfalen.

Auszeichnung als lokales Traumazentrum