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1851 ... EVK Lippstadt ... wann immer das Leben uns braucht

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt und laden Sie herzlich ein, auf den folgenden Seiten etwas über unsere Philosophie zu erfahren. Hier finden Sie detaillierte Informationen über unsere Kliniken, medizinische Fachbereiche, Therapiekompetenzen und über unser Pflegekonzept.

Aber auch über Weiterführendes zu medizinischen Themen, Vorsorgemöglichkeiten und über interessante Neuigkeiten halten wir Sie auf dem Laufenden. Damit Sie sich sicher aufgehoben fühlen – und das zu jedem Zeitpunkt.

Wir wünschen Ihnen den besten Behandlungserfolg und einen guten Aufenthalt in unserem Haus!
Ihr Evangelisches Krankenhaus Lippstadt

Wir fahren nach Uden - Ausflug des Brustzentrums

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Lippstadt, den 28. Januar 2018

Kooperation zwischen EVK Lippstadt und Maria Hilf Krankenhaus Warstein optimiert Versorgung von Schlaganfallpatienten

 

Das EVK Lippstadt und das Maria Hilf Krankenhaus Warstein haben für die Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das gemeinsame Ziel ist es, neurologische Patienten hochwertig medizinisch zu versorgen. Dabei geht es in der Hauptsache um Schlaganfallpatienten.

 

Die Klinik für Neurologie am EVK Lippstadt kann Schlaganfallpatienten nach den aktuellsten Versorgungs- und Qualitätsstandards behandeln. Gewährleistet wird das durch die Stroke Unit und die Möglichkeit, Blutgerinnsel operativ zu entfernen, d.h. sogenannte Thrombektomien durchzuführen.

 

Die Kooperation der beiden Häuser macht es ab sofort möglich, den Behandlungsverlauf von Schlaganfallpatienten in Warstein in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie in Lippstadt abzustimmen. Konkret heißt das, dass Ärzte der Klinik für Neurologie und der Radiologischen Gemeinschaftspraxis am EVK Lippstadt gemeinsam mit den Ärzten des Maria Hilf Krankenhauses Warstein die CT-Diagnostik des Patienten analysieren und über die weitere Diagnostik und Therapie für den Patienten entscheiden. Das kann bedeuten, dass ein Schlaganfallpatient, der bereits in Warstein behandelt wird, zur weiteren Therapie auf die Stroke Unit nach Lippstadt verlegt wird. Nach der Behandlung in Lippstadt kann dieser Patient dann schnellstmöglich wieder zurück nach Warstein verlegt werden.

 

Um innerhalb kürzester Zeit über Diagnostik und Therapie entscheiden zu können, haben das EVK Lippstadt und das Maria Hilf Krankenhaus Warstein eine spezielle Telefonnummer eingerichtet über die auch der schnelle digitale Transfer von CT-Bildern gewährleistet wird.

 

Lippstadt, den 1. Oktober 2017

10 Jahre zertifiziertes Senora Brustzentrum - am OP-Standort Lippstadt wird gefeiert

 

Der Oktober ist der internationale Brustkrebsmonat. Das Senora Brustzentrum mit Operations-Standort im Evangelische Krankenhaus Lippstadt (EVK) nutzt den Brustkrebsmonat alljährlich, um auf das sensible Thema aufmerksam zu machen. Das hat inzwischen Tradition. In diesem Jahr gibt es eine Feier. Der Grund: Das Brustzentrum feiert seinen zehnten Geburtstag.

 

Das zehnjährige Bestehen wird gebührend begangen: Am Dienstag, den 10. Oktober 2017 in der Jakobikirche Lippstadt. Beginn ist um 18:00 Uhr. Gefeiert wird fröhlich und unkonventionell. Mit viel Musik und natürlich Informationen zum Brustzentrum und das Thema Brustkrebs. Die Swingle Sisters sorgen mit ihren Stimmen für charmante musikalische Unterhaltung.

 

Ein Netzwerk von Fachleuten

Das Senora Brustzentrum bündelt Fachkompetenz unter einem Dach. Vertreter verschiedener Fachrichtungen arbeiten hier eng zusammen: Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Onkologen, Plastische Chirurgen, Strahlentherapeuten und Psychoonkologen.

„Unser Ziel ist es, Patientinnen mit abklärungsbedürftigen Befunden in der Brust die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen“, erklärt Prof. Dr. med. Joachim Volz, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde und Leiter des Brustzentrums im EVK. „Für jede Patientin können wir einen auf ihr Krankheitsbild zugeschnittenen Therapieplan erstellen – quer durch alle Fachrichtungen. Brustkrebs ist nicht von einer Fachdisziplin allein zu behandeln.“

Das Senora Brustzentrum ist seit Beginn nach den Anforderungen des Landes NRW zertifiziert und erfüllt alle Qualitätsstandards. Patientinnen kommen nicht allein aus Lippstadt, sondern zunehmend auch aus der weiteren Umgebung.

Im Startjahr des Brustzentrums waren es 150 Frauen mit einer Ersterkrankung. Heute - also 10 Jahre später – werden bis Jahresende wahrscheinlich 200 Patientinnen behandelt.

Früherkennung ist entscheidend

Mit 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr bleibt Brustkrebs die häufigste Krebsdiagnose bei Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen geht weltweit nach oben. „Die Überlebenschancen bei Brustkrebs sind erheblich gestiegen. Wird der Krebs früh erkannt, besteht für ca. 80 Prozent der Betroffenen die Chance, dauerhaft geheilt zu werden. Deshalb sind die Früherkennung und eine gute Diagnostik so wichtig“, betont Prof. Dr. med. Volz.

Meilenstein in der Versorgung

Als eine von acht Kliniken in Deutschland bietet das Brustzentrum am Standort Lippstadt seinen Patientinnen eine spezielle Form der Krebstherapie an: die Intraoperative Elektronen Radiotherapie (IOERT). „Wir entfernen den Tumor und bestrahlen dann mit einem hochmodernen Bestrahlungsgerät zielgenau während der Operation das Tumorbett. Die Tumorzellen werden zuverlässig zerstört und das umgebende Gewebe wird geschont. Dies ist ein Meilenstein in der Krebstherapie und ein deutlicher Gewinn für unsere Patientinnen“, betont der Chefarzt. Er erklärt weiter: „Eine anschließende Bestrahlung von außen kann damit verkürzt werden – oder bleibt der Frau im günstigsten Fall sogar erspart.“

 Ganzheitliche Versorgung

Neben der medizinischen Behandlung der Patientinnen hat die emotionale Unterstützung und Begleitung eine große Bedeutung. Heute stehen drei Breast Care Nurses, speziell ausgebildete Pflegefachkräfte, den betroffenen Frauen in allen Phasen der Erkrankung und Genesung zur Seite. Das ganzheitliche Betreuungskonzept wird unter anderem ergänzt durch eine Psychoonkologin, den Sozialdienst, eine Ernährungsberaterin und Physiotherapeuten sowie die enge Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Brustkrebs Lippstadt.

Medizinisches Können, viel menschliche Zuwendung und eine hochmoderne, technische Ausstattung zeichnen das Senora Brustzentrum aus. Es geht nicht nur um die Erkrankung, sondern auch um das Leben mit ihr.

 Das Jubiläum wird mit Patientinnen, Angehörigen, Mitarbeitern, Kooperationspartnern und Wegbegleitern gefeiert. Interessierte sind ebenfalls herzlich willkommen. Neben Grußworten, einem Kurzvortrag, Musik und Informationsständen gibt es in lockerer Atmosphäre Raum für persönliche Gespräche.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Anmeldung:
Sekretariat des Zentrums für Frauenheilkunde
Telefon: 02941 / 67-1601
E-Mail: frauenklinik@ev-krankenhaus.de

 

Lippstadt, den 8. Juni 2017

Führende Ärzte in der Region: Prof. Dr. med. Joachim Volz erhält Focus-Qualitätssiegel   

 

Die Zeitschrift Focus hat Prof. Dr. med. Joachim Volz, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am EVK Lippstadt, Leitung des Zentrums für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Brustzentrum, ausgezeichnet. Der 59jährige Mediziner erhielt das Focus-Siegel „Empfohlener Arzt in der Region“.

 Prof. Dr. med. Joachim Volz erhielt das Siegel für seine Tätigkeit als Gynäkologischer Onkologe. Mit dem Qualitätssiegel zeichnet Focus-Gesundheit zusammen mit der Hamburger Stiftung Gesundheit niedergelassene Fachärzte aus, die in ihrer Region in Diagnostik und Therapie führend sind.

Prof. Dr. med. Joachim Volz ist seit 2012 auch Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde am EVK Lippstadt mit Brustzentrum und Perinatalzentrum.  Ein Jahr später wurde er Ärztlicher Direktor des Krankenhauses. Zusammen mit seiner Frau, Dr. med. Stefanie Volz-Köster, betreibt er in Bielefeld das Kinderwunschzentrum FROG.

Prof. Dr. med. Joachim Volz: „Vermutlich ist unsere innovative Form der Krebstherapie hier in Lippstadt ausschlaggebend für die Auszeichnung mit dem Focus-Siegel.“ Seit März 2015 werden Brustkrebspatientinnen am EVK Lippstadt mit der Intraoperativen Radiotherapie (IOERT) behandelt. Prof. Dr. med. Joachim Volz: „Als einzige Klinik in der Region bestrahlen wir das Tumorbett noch auf dem Operationstisch. Dabei setzen wir einen hochmopdernen, mobilen Linearbeschleuniger ein. Das IOERT-Verfahren ermöglicht, dass wir noch während der Operation mit der Strahlentherapie beginnen können. So können wir zielgenauer behandeln.“

Bundesweit arbeiten bisher nur wenige Kliniken mit der Intraoperativen Radiotherapie. Prof. Dr. med. Joachim Volz: „Wir sind glücklich hier in Lippstadt diese moderne Therapie anbieten zu können. Und blicken damit in eine Zukunft, die verbesserte Heilungschancen für Patientinnen mit Brustkrebs bringt.“

Investitionsbarometer NRW: Erste flächendeckende landesweite Studie zur Investitionsförderung in NRW

Erstmals liegen mit dem Investitionsbarometer NRW flächendeckend für ein Bundesland Zahlen und Fakten zur konkreten Investitionssituation der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser bis auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte vor. „Die Ergebnisse des Investitionsbarometers NRW geben erstmals detailliert Auskunft über den Bedarf, die Förderlücke und die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser in NRW und ihre Zukunft mit Blick auf die medizinische Versorgung“, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der Studie, die vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der KGNW erstellt wurde.

Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) sei die Finanzierung der laufenden Kosten der Krankenhäuser auf eine verbesserte Grundlage gestellt und ein wichtiger Beitrag zur weiteren Steigerung der Versorgungsqualität geleistet worden, erklärte der KGNW-Präsident. „Doch die unzureichende Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser durch die Länder bleibt weiterhin ungelöst. Hier fordern die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser vom Land die notwendigen Fördermittel zur Schließung der Förderlücke“, so Brink.

Vor diesem Hintergrund haben sich die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser zu einem „Bündnis für gesunde Krankenhäuser – Investieren aus Verantwortung“ zusammengeschlossen. Ziele des Bündnisses sind, das gesetzlich zur Investitionsförderung der Krankenhäuser verpflichtete Land und die Öffentlichkeit auf die Situation in den Krankenhäusern in NRW im Hinblick auf die Investitionsfinanzierung aufmerksam zu machen, um die nachweislich notwendigen Fördermittel zu erhalten.

Was Kliniken seit Jahrzehnten spüren, wird nun erstmals durch die flächendeckend erhobene Studie belegt: Nordrhein-Westfalens Krankenhäuser sind strukturell unterfinanziert. 500 Millionen Euro investierte das Land 2014 in die Infrastruktur und Technik seiner Kliniken. Der tatsächliche Investitionsbedarf aber liegt jährlich bei 1,5 Milliarden Euro. Im Ergebnis beträgt die jährliche Förderlücke damit 1 Milliarde Euro.

Brink betont, dass schon heute viele Kliniken dringende Investitionen in Gebäude und Medizintechnik aufschieben oder aus anderen Töpfen bezahlen müssen. „Die Ressourcen fehlen dann an anderer Stelle, wo sie einen unmittelbaren Nutzen für Patienten und Mitarbeiter hätten“, so der KGNW-Präsident.

Die Revolution der Krankenhausbehandlung – doch der demografische Wandel erfordert Investitionen
„Ohne Frage haben Staat und Krankenhäuser in der Vergangenheit gemeinsam viel erreicht“, so Brink weiter. „Investitionen in moderne Infrastrukturen haben die medizinische Versorgung revolutioniert. Deutsche Krankenhäuser zählen heute zu den besten der Welt – doch das wird ohne Investitionen nicht so bleiben, mahnt Brink eine nachhaltige Investitionsfinanzierung durch das gesetzlich dazu verpflichtete Land an.

Krankenhäuser sind ein Standortfaktor
Das Investitionsbarometer NRW zeigt zudem, dass Krankenhäuser nicht nur flächendeckend die stationäre medizinische Versorgung sicherstellen. Sie leisten auch einen erheblichen Beitrag zum kommunalen Steueraufkommen und Wohlstand. Über 253.000 Menschen sind in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Das RWI hat ermittelt, dass die NRW-Kliniken bereits heute rund 1 Milliarde Euro zum Steueraufkommen des Landes NRW und seiner Kommunen beitragen. In die Haushalte der Kommunen fließen davon 385 Millionen Euro, denen eine 40-prozentige kommunale Finanzierungsbeteiligung an den rund 500 Millionen Euro Krankenhausfördermitteln des Landes gegenübersteht (rund 196 Millionen Euro).

Bündnis nimmt Land in die Pflicht
Das „Bündnis für gesunde Krankenhäuser“ richtet seinen dringenden Appell an das Land NRW, die Finanzierungsmittel zur Deckung der notwendigen Investitionskosten zur Verfügung zu stellen. Dabei verweist es auf das 1972 eingeführte Krankenhausfinanzierungsgesetz, das den Ländern gesetzlich die Verantwortung für die Investitionsförderung zuschreibt: „Wir wollen, dass die Menschen auch in 20 Jahren noch vom medizinischen Fortschritt profitieren – unabhängig von ihrem Einkommen, Alter oder Wohnort“, erklärt Jochen Brink. „Deshalb muss Gesundheit auch in Zukunft eine Gemeinschaftsaufgabe bleiben. Das Land sollte seinem gesetzlichen Auftrag gerecht werden.“

Das „Bündnis für gesunde Krankenhäuser“ ist ein Zusammenschluss von Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Bündnisses hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erstmals den konkreten Investitionsbedarf in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen ermittelt. An der Studie haben 93 Prozent der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen teilgenommen, die im Krankenhausplan NRW aufgenommen und damit förderfähig sind.

 

Zentraler Aktionstag gegen KHSG am 23.09.2015

Kampagne gegen geplante Krankenhausreform

Die deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die heiße Phase für Aktionen gegen die geplante Krankenhausreform eingeläutet. In den Kliniken werden bundesweit 40.000 Plakate ausgehängt, mit denen Patienten, Besucher sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Unzulänglichkeiten der Krankenhausreform mit dem Tenor "Die Politik lässt uns im Stich" informiert werden. Die Gespräche mit Politikern werden fortgesetzt. Höhepunkt wird ein Krankenhausaktionstag am 23. September 2015 sein, an dem gleichzeitig vor dem Brandenburger Tor und den zahlreichen Krankenhäusern in ganz Deutschland Kundgebungen stattfinden.

"Krankenhausreform - So nicht!", fasst DKG-Präsident Thomas Reumann die Bewertung des Reformentwurfs aus Krankenhaussicht zusammen. "Wir brauchen eine Krankenhausreform, die dort ansetzt, wo die wirklichen Probleme sind", führt Reumann weiter aus. Der jetzt vorliegende Entwurf leiste das nicht. Die anhaltend schwierige Lage der Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, vielerorts Personalengpässe, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen - das seien drängende Probleme, die den Krankenhäusern unter den Nägeln brennen und zu deren Lösung die Krankenhausreform maßgeblich beitragen müsse.

Der Entwurf sehe Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals  in den Krankenhäusern zu sichern. Das erzeuge in den Krankenhäusern sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Recht Unverständnis, Protest und Empörung. "Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal - diese Formel geht nicht auf", unterstreicht Reumann. Die von der Bundesregierung angestrebte "Stärkung der Pflege am Bett" könne so unmöglich erreicht werden.

"Die finanziellen Auswirkungen der Krankenhausreform werden von den Kassen völlig falsch dargestellt und eingeschätzt", erläutert DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Wer behaupte, die Reform würde im Zeitraum bis 2020 5,3 Milliarden Euro zusätzliche Mittel in die Kliniken bringen, müsse dazu sagen, dass bei dieser Art der Rechenmethode in der gleichen Zeit die Beitragseinnahmen der Krankenkassen umm 100 Milliarden Euro steigen würden. "Tatsache ist, dass im Jahr 2017 gesetzliche Kürzungen in Höhe von ca. 1 Milliarde Euro wirken und dass bis zum Ende der Legislaturperiode in den nächsten zwei Jahren bei den Krankenkassen durch die bislang vorgesehenen Maßnahmen so gut wie überhaupt keine Ausgabensteigerungen entstehen", sagt Baum. Die Politik dürfe sich deshalb die dringend notwendigen Gestaltungserfordernisse zur Sicherung und Weiterentwicklung der Versorgung von den Kassen nicht absprechen lassen.

Zentraler Änderungsbedarf der DKG
Die DKG benennt in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf und für die bevorstehende Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 07. September 2015 den wesentlichen Änderungsbedarf mit folgenden Positionen:

  • Beibehaltung des in den Kliniken seit 2013 gewährten Versorgungszuschlags von 0,8 Prozent. Die vorgesehene Abschaffung in 2017 würden den Kliniken 500 Millionen Euro entziehen.
  • Regelungen für die jährlichen Vergütungsanpassungen, die die tatsächlichen Kosten, insbesondere Tariflohnleistungen, voll berücksichtigen. Die hier im Gesetzentwurf vorgesehenen Kürzungen müssen zurückgenommen werden.
  • Kostendeckende Vergütungen für Leistungszuwächse; die im Gesetzentwurf vorgesehenen überzogenen Abstaffelungen der Vergütungen für zusätzliche Leistungen (Fixkostendegressionsabschläge) sind viel zu hoch.
  • Deutliche Aufstockung der Vergütungen für die ambulanten Notfallbehandlungen. Mit 32 Euro pro Fall können die Vorhaltungskosten der Krankenhausambulanzen nicht ansatzweise gedeckt werden. Mehr als 10 Millionen ambulante Notfälle mit einem Fehlbetrag von 88 Euro pro Fall führen zu 1 Milliarde Euro nicht gedeckter Kosten.
  • Die Bereitstellung von deutlich mehr Investitionsmitteln über den vorgesehenen Strukturfonds und die Öffnung des Anwendungsbereichs für den allgemeinen Investitionsbedarf der Krankenhäuser.

(Quelle: DKG Sonderrundschreiben 006/2015)

... am Rande notiert...

Wir möchten an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass das Evangelische Krankenhaus Lippstadt das "Wort Sprechstunde" als Sammelbegriff für Zeiten mit Arztkontakten verwenden, und zwar für:

  • Ermächtigungen, z.B. Pränataldiagnostik etc.
  • Privatambulanzen
  • und natürlich auch die Sprechstunden, in denen GKV-Patienten vorgestellt werden, die wir im Zweifelsfall nur über eine Einweisung vorstationär abrechnen können.
In vielen Abteilungen gibt es eine Kombination aller Möglichkeiten, die wir dann zusammengefasst als "Sprechstunde" bezeichnen. Darunter verstehen wir:
  • Zeiten, in denen Patienten die Möglichkeit haben, sich bei am Krankenhaus angestellten Ärzten beraten / behandeln zu lassen:
  • Als Privatpatient im Rahmen einer Privatsprechstunde des Chefarztes 
  • als Patient auf Überweisung eines niedergelassenen Arztes im Rahmen einer Ermächtigungsambulanz
  • als Patient zur Abklärung der Notwendigkeit eines stationären Krankenhausaufenthaltes

Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger

„Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger“, so lautet das Motto der Initiative der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

Unsere Gesundheit ist das höchste Gut, für ihren Schutz spielt Hygiene in der öffentlichen Wahrnehmung und im Klinikalltag eine zentrale Rolle. Grund hierfür ist eine stärker werdende Sensibilisierung der Gesellschaft für dieses Thema.

"Wir möchten die Bevölkerung in Lippstadt und Umgebung aktiv über einen offensiven Umgang mit dem Thema Keime informieren und gleichzeitig für Hygienemaßnahmen sensibilisieren", sagt Jochen Brink vorsitzender Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Lippstadt.

"Unser Krankenhaus und weitere 369 Kliniken in Nordrhein-Westfalen nehmen das Thema Hygiene und die Sorgen der Patienten ernst, denn antibiotikaresistente Krankheitserreger sind eine große Herausforderung und zwar nicht nur in NRW, sondern im globalen Maßstab. Hervorzuheben ist aber, dass die medizinische Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich mit an der Spitze liegt und Nordrhein-Westfalen ein Vorreiter bei der Prävention von MRSA und anderen Erregern, die sich nicht mehr klassisch mit einem Antibiotikum behandeln lassen, ist," so sagt Jochen Brink weiter.

Mit der am 25.03.2015 gestarteten landesweiten Initiative „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger“ wollen die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser und die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) als ihr Dachverband die Bevölkerung proaktiv über Hygiene im Krankenhaus informieren und aufklären. Die Initiative richtet sich an alle, die mit dem Thema Krankenhaushygiene in Berührung kommen. Die Bevölkerung soll darüber informiert werden, was die Kliniken für die Hygiene leisten und wie die Patienten und Besucher mit einfachen Maßnahmen und Einhalten aller Hygiene-Regeln dazu beitragen können, die Risiken einer Ansteckung mit multiresistenten Erregern zu minimieren.

Im Rahmen dieser landesweiten Initiative wird es vom 30. Juli - 12. August 2015 im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt eine Wanderausstellung geben, die von Krankenhaus zu Krankenhaus zieht und die Besucher über Bakterien, Keime und Hygiene im historischen Kontext informiert. Zusätzlich erhalten alle Interessierten Broschüren mit wissenswerten Informationen rund um das Thema Hygiene und können sich auf der eigens für die Initiative eingerichteten Website www.keine-keime.de schlau machen. Online-Chats mit Experten runden das Angebot ab.

Für die Mitarbeiter in den Krankenhäusern bietet die Initiative wichtige Unterstützung, um Patienten und Besucher für die richtige Hygiene zu sensibilisieren. Eine Broschüre, Themenplakate und Floorgraphics, die den Weg zum nächsten Desinfektionsspender zeigen, machen es allen im Krankenhaus leicht, sich für das Thema Hygiene zu interessieren und darüber zu informieren.

Mit diesen Maßnahmen geht die KGNW gemeinsam mit ihren Mitgliedskrankenhäusern einen entscheidenden Schritt in Richtung Aufklärung. Durch die Initiative soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser Hygiene ernst nehmen und Probleme aktiv angehen – gemeinsam mit den Patienten, den Besuchern und Mitarbeitern sowie der Landespolitik und den Medien. Wichtig ist es, das Wissen um Krankheitserreger in der Bevölkerung zu vergrößern und Hygiene als zentralen Aspekt des Gesundheitsschutzes in den Köpfen zu verankern.

Die NRW-weite Initiative der KGNW läuft bis zum Jahresende.

Das Evangelische Krankenhaus Lippstadt ist Mitglied im "DemenzNetzwerk Lippstadt"

In der aktuellen Demographie-Analyse des Statistischen Landesamtes NRW wird eine massive Alterung der Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen prognostiziert. In NRW werden die Menschen bis 2049 im Durchschnitt circa vier bis fünf Jahre älter als heute. Die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken steigt entsprechend.

Eine weitere Entwicklung kommt hinzu: Die Anzahl der Menschen jenseits des Alters von 75 Jahren steigt entgegen des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs stark an. Im Umkehrschluss müssen in den nächsten Jahrzehnten immer weniger „junge“ Menschen immer mehr „ältere“ Menschen versorgen. Ein möglicher Weg ist das koordinierte Handeln aller Beteiligten, um die vorhandenen Angebote bestmöglich nutzbar zu machen.

Seit Jahren setzt sich das DemenzNetzwerk Lippstadt dafür ein, neue Standards und Strukturen zu schaffen, die gezielt älteren Menschen und insbesondere Menschen mit Demenz und ihren Pflegenden helfen. Das Demenznetzwerk Lippstadt ist ein Zusammenschluss verschiedener Einrichtungen. Es hilft, berät, informiert und vermittelt rund ums Thema Demenz. Dabei koordiniert, begleitet und unterstützt trägerübergreifend und bürgernah die gemeinsame Demenzarbeit aller Institutionen für die Betroffenen und Ihre Angehörigen.

Der Krankenhausplan NRW stellt Weichen für eine bessere Versorgung älterer Patienten

„Eine einzelne medizinische Diagnose sagt bei alten Menschen noch nichts über eventuelle Funktionsbeeinträchtigungen im Alltag aus“, sagt Annette Chrzanowski, „auch über die medizinische Diagnostik hinaus muss das körperliche, physische und soziale Befinden bei diesen Patienten berücksichtigt werden.“

Mit einem hierfür entwickelten geriatrischen Screening (Screening bedeutet: erste Befragung zur Klärung von Anfangsfragen) soll zukünftig der „Beeinträchtigungsgrad“ von älteren Patienten individuell erfasst werden. Denn gerade ältere Patienten brauchen eine umfassende Betreuung und die verstärkte Aufmerksamkeit des Klinikpersonals.

Das Evangelische Krankenhaus Lippstadt wird deshalb ab 2015 bei allen Patienten ab dem 75. Lebensjahr ein geriatrisches Screening durchführen. Die Projektgruppe „Alter Mensch im EVK“, bestehend aus Medizinern und Pflegekräften, hat sich hierfür in einer speziellen Fort- und Weiterbildungen gut vorbereitet.

Das geriatrische Screening besteht aus sechs Fragen, die einen ersten Hinweis auf einen geriatrischen Versorgungsbedarf geben. „Werden drei dieser Fragen positiv beantwortet, heißt das zukünftig, dass dieser Patient unsere verstärkte Aufmerksamkeit benötigt“, erklärt Schwester Annette, die auch die Pflegestation der Inneren Medizin im EVK leitet. Wenn das erste Screening positiv ausfällt, bekommt die Krankenakte ein kleines rotes Fähnchen. In Zukunft wird dann in einem eingehenden Assessment der genaue Hilfebedarf des älteren Menschen festgestellt. Die Ernährung wird hierbei genau so gecheckt, wie die kognitiven Fähigkeiten und z. B. auch das Sehvermögen.

„Damit unser Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Seelsorgern den Patienten optimal versorgen kann, ist es unser Ziel zukünftig anhand von Screening und Assessment einen umfassenden Eindruck über den individuellen Unterstützungsbedarf zu gewinnen.“ Schwester Annette ergänzt: „Wir sorgen dann z. B. dafür, dass der Patient zu den Untersuchungen von einer Pflegekraft begleitet wird, dass keine langen Wartezeiten entstehen und auch die Rücksprache mit den Angehörigen verstärkt im Fokus steht.“

Oftmals sind ältere Patienten auch delirgefährdet. Der Begriff Delir kommt vom lateinischen delirare, übersetzt bedeutet dieses „aus der Spur geraten“. Ein Delir äußert sich auf verschiedenartigste Weise: zum einen durch akute Verwirrtheit, durch Bewusstseinsstörungen unterschiedlicher Art, von Schläfrigkeit bis Unruhe und Rückzug bis Aggressivität. Die Patientinnen und Patienten zeigen Aufmerksamkeits- und Denkstörungen“, berichtet Schwester Annette weiter. Ein solcher delir-Zustand kann beispielsweise nach einer größeren Operation auftreten.

Das geriatrische Screening findet auch statt, um gefährdete Patientinnen und Patienten möglichst früh, d. h. direkt nach der Aufnahme, zu identifizieren. „Es ist wichtig, dass alle, die mit dem Patienten arbeiten über die Ergebnisse des Screening und Assessment Bescheid wissen, so dass sich jeder auf diesen Patienten entsprechend einstellen kann. So ist für 2015 geplant, dass bei bevorstehenden Operationen besonders auf die Gefahr eines postoperativen Delirs geachtet wird.“

Um eine gut vernetzte geriatrische Gesamtversorgung sicher zu stellen, arbeitet das Evangelische Krankenhaus Lippstadt eng mit Geriatern aus dem Evangelischen Krankenhaus Münster und dem Dreifaltigkeits-Hospital in Lippstadt zusammen. Entsprechende Vorgaben enthält auch der Krankenhausplan NRW 2015, der sich ebenfalls in besonderer Weise der Versorgung älterer Menschen im Krankenhaus widmet.

Familienfreundliches Krankenhaus

Verleihung Siegel: Familienfreundlichkeit
Ein mit Nachdruck verfolgtes Ziel des EVK Lippstadt ist es, für seine Mitarbeiter/Innen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Über Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle, -organisation, Personalentwicklung u. ä. fördern wir einen frühzeitigen Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Strategien erarbeitet, berufstätigen Eltern und Mitarbeiter/Innen, die Angehörige pflegen, den Alltag zu erleichtern. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöht die Zufriedenheit aller, motiviert und entlastet. Hiervon profitieren beide Seiten. Zudem wollen wir hierdurch die Attraktivität unserer Klinik als Arbeitsplatz steigern und freuen uns über die Bewerbung neuer qualifizierter Mitarbeiter/Innen.

Überdurchschnittlich gut

Das Evangelische Krankenhaus Lippstadt hat bei der neusten Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse (TK) überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Über 80 von 100 Patientinnen und Patienten zeigten sich mit der Klinik zufrieden. Das Krankenhaus wurde dafür mit einer Urkunde geehrt.

Jochen Brink, Geschäftsführer des EVK Lippstadt, freut sich über das Zertifikat der TK: "Eine schöne Bestätigung für unser gesamtes Team und ein Ansporn auf dem angeschlagenen Weg weiter zu machen."

Neben dem Kriterium „allgemeine Zufriedenheit“ bewerteten die Patienten auch den Behandlungserfolg, die medizinisch-pflegerische Versorgung, die Information und Kommunikation mit den Patienten sowie Organisation und Unterbringung in der Klinik.

Dieses gute Ergebnis beruht auf dem Engagement und der guten Versorgung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jochen Brink, Vorsitzender der Geschäftsführung, möchte sich auf diesem Wege bei allen bedanken.

Qualitätsdimensionen:

  • allgemeine Zufriedenheit mit dem Krankenhaus
  • Behandlungsergebnis
  • Medizinisch/pflegerische Versorgung
  • Information und Kommunikation
  • Organisation und Unterbringung

Rettet die Kinderkliniken

Die Kinder- und Jugendklinik des Evangelischen Krankenhaus Lippstadt beteiligt sich an der bundesweiten Aktion zur Sicherung der Krankenhausversorgung für Kinder und Jugendliche. Die Klinik unterstützt die Informationskampampagne "Rettet die Kinderstation", die am 11. April in Berlin ihren Auftakt hatte und Lösungswege auf politischer Ebene aufzeigt.

Die Aktion geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Gesellschaft der Krankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) zurück und wird gestützt von 7 weiteren Verbänden, Elterninitiativen und Berufsverbänden aus der Pädiatrie. "Rettet die Kinderstation" greift die Sorge auf, dass die flächendeckende, qualiativ hochwertige Krankenhausversorgung von Kindern in Deutschland aus finanziellen Gründen ernsthaft gefährdet ist.