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Diakoniestation

Der Mensch wird in seinem Denken, Wollen, Entscheiden, Selbst-Handeln und in seiner Emotionalität unterstützt und gefördert, um die Realisierung größtmöglicher Unabhängigkeit und Lebensqualität zu sichern. Das Hauptinteresse richtet sich auf die pflegebedürftige Person und deren Bezugsperson.

Wann immer das Leben uns braucht. EVK Lippstadt – seit über 160 Jahren an Ihrer Seite.

Pflege nach System

Die Gestaltung der Pflege folgt in allen Bereichen dem Prozessgedanken.

Es gibt vier Phasen, ähnlich dem PDCA-Zyklus, in denen der Problemlösungs- und Beziehungsprozess vollzogen wird:

Erhebungs/Informationssammlung

Hier wird beim Erstgespräch und der Anamneseerfassung die planungsrelevante Istsituationen des pflegebedürftigen Menschen  und seinem Umfeld aufgenommen.  Wir informieren dabei über das Leistungs- und Vergütungssystem und beraten bei der Auswahl geeigneter Leistungen sowie über Prophylaxen. 

Die Einschätzung der Selbstständig- bzw. Pflegebedürftigkeit erfolgt angelehnt an dem neuen Begutachtungsassessment in den Bereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheits-/therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte, Außerhäusliche Aktivitäten, Haushaltsführung, Ermittlung von Risiken und Empfehlungen zur Prävention und Einschätzung der Hilfsmittelversorgung. Zu allen Bereichen gehört die Erfassung von individuellen Bedürfnissen, Gewohnheiten oder biographiebedingte Verhaltensweisen.

Die Pflegediagnostik erfolgt nach den Pflegediagnosen der NANDA in der aktuellen deutschsprachigen Version.

Wir weisen in unserem Angebot auf Kosten hin, die der pflegebedürftige Mensch ggf selbst zu tragen hat. Besteht die Notwendigkeit für Pflegehilfsmittel oder Wohnraumanpassung informieren wir die Pflegekasse darüber.

Planung

Zu den im Pflegevertrag vereinbarten Leistungen (unabhängig vom Kostenträger) wird eine Pflegeplanung mit strukturierten Maßnahmeplänen angelegt. Wir arbeiten hierbei PC-gestützt. Zeitliche Wünsche des Kunden werden hierbei berücksichtigt.

Um den Strukturierungsgedanken in den ABEDLs umzusetzen erfolgt eine Verknüpfung der Planungsfelder mit den ABEDLs.

Veränderungen des Pflegezustandes werden aktuell dokumentiert. Die Dokumentation orientiert sich an der individuellen Pflegesituation. Wenn für die Pflegekraft ersichtlich ist, dass Leistungen für den pflegebedürftigen Menschen erforderlich sind, von diesem aber nicht abgefragt werden, ist dies in der Dokumentation festzuhalten.

Durchführung

Die Durchführung der vereinbarten Leistungen erfolgt nach den strukturierten Maßnahmeplänen („Ablaufpläne“) aus der Pflegeplanung. Die Durchführung der Leistung ist auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität des pflegebedürftigen Menschen ausgelegt.

Damit die pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen von möglichst wenigen Personen betreut werden und eine größtmögliche Kontinuität sichergestellt werden kann haben wir feste Bezugspflegetouren. Die Bezugspflegekräfte sind auch zuständig für die Prozessplanung. Es gibt festgelegte Vertreter in den Bezugspflegetouren.

Im Rahmen der Leistungserbringung geben die Pflegekräfte Tipps und Hinweise und Informationen zur Verbesserung der Pflege oder der Versorgungssituation.

Auswertung

Um den Pflegeprozeß nachvollziehbar zu machen, wird dieser in dem Prozeßdokumentationssystem festgehalten und in individuell festgelegten Abständen oder bei Veränderung der Pflegesituation evaluiert. Hierbei wird die Wirkung der Pflegemaßnahmen  überprüft und ausgewertet. Eine Gewichtung der Zielerreichung ist mit der PC gestützten Pflegeplanung möglich. Der Zielerreichungsgrad und damit die Ergebnisqualität werden entsprechend der abgerufenen Leistungen überprüft.

Bewertungskriterien

Wesentliche Kriterien zur Bewertung der Ergebnisqualität sind in den aktuellen Pflegetransparenzvereinbarungen (PTVA 29.1.2009) zu finden. Diese und die folgenden zur Anwendung empfohlenen Indikatoren für Ergebnisqualität (Abschlussbericht Wingenfeld et al IPW und Engels et al ISG 2011) werden berücksichtigt:

  • Erhalt und Förderung der Selbstständigkeit z.B.
    • Erhalt oder Verbesserung der Mobilität
    • Selbstständigkeitserhalt oder -verbesserung bei Alltagsverrichtungen
    • Selbstständigkeitserhalt oder -verbesserung bei der Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
  • Schutz vor gesundheitlichen Schädigungen und Belastungen z.B.
    • Dekubitusentstehung
    • Stürze
    • Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • Unterstützung in spezifischen Bedarfslagen zB.
    • Freiheitsentziehende Maßnahmen
    • Einschätzen von Verhaltensauffälligkeiten
    • Schmerzmanagement
  • Hauswirtschaftliche Versorgung
  • Zusammenarbeit mit Angehörigen

Pflegedokumentation

Die Pflegedokumentation wird beim Kunden aufbewahrt. Ist eine sichere Aufbewahrung beim Kunden nicht möglich oder sprechen andere wichtige Gründe dagegen, wird die Dokumentation im Büro aufbewahrt.

Nach Beendigung der Leistungserbringung wird die Dokumentation mindestens drei Jahre aufbewahrt.